Nationalparks
 
Die Nationalparks in Litauen stellen geschützte Territorien dar, die gegründet wurden um die gegenwärtige Natur zu erhalten und die Eindrücke der  ethnokulturellen Gebiete zu bewahren. Hierzulande gibt es fünf Nationalparks: Dzūkija, Aukštaitija, Kurische Nehrung, Historischer Nationalpark Trakai und Žemaitija.
 
Der Nationalpark Dzūkija stellt mit 55900 ha das größte Schutzgebiet Litauens dar. Hier befinden sich große Nadelwälder, besonders klare Flüsse, der Nemunas Strom, zahlreiche Bäche und viele kleine Seen. Die Wälder nehmen hier sogar 91% der Gesamtfläche des Parkes ein. Dieser Ort lässt sich zu jeder Jahreszeit erkunden - im Sommer beispielsweise mit  Paddelbooten und Fahrrädern; und im Herbst während Sie auf Pilzsuche sind, denn der sandige Boden wirkt sich besonders gut auf deren Wachstum aus. Der für diese Region typische trockene Waldboden beheimatet aber auch seltene Tiere und Pflanzen, welche alle Naturfreunde faszinieren sollten. 
Der Aukštaitija-Nationalpark (40570 ha) ist bereits seit dreißig Jahren dafür bekannt sowohl das wichtigste Arsenal Litauens für Ökotourismus zu sein als auch eine hervorragende Auswahl an Wassersportarten bereitzuhalten. Dieses Territorium zieht seine Besucherinnen und Besucher seit Jahren mit seinen klaren Seen, ethnographischen Dörfern und malerischer Natur an. Dank der vorzufindenden Vielfalt stellt dieses Territorium einen Ort dar zu dem eine Reise an allen Jahreszeiten lohnt. Doch besonders im Sommer ist der Aukštaitija-Nationalpark als Hauptstadt des Wassersports bekannt.
Der Nationalpark Kurische Nehrung (26461 ha - 9761 ha davon Festland, 4200 ha Kurisches Haff, 12500 ha Ostsee) ist das meistbesuchteste Schutzgebiet in Litauen und wurde im Jahr 2000 in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes eingetragen. Besucherinnen und Besucher treffen hier auf die höchsten Sanddünenketten Nordeuropas, das Rauschen der Ostsee und Sausen des Sandes sowie auf nach Fisch duftende, kurische Fischerhäuser. Der sehr lange und schmale Sandstreifen zwischen dem Haff und der Ostsee entstand vor ungefähr 5000 Jahren durch den von Wasserströmungen angespülten und durch den Wind angetriebenen Sand. Da vom 15. - 17. Jh. große Waldflächen gerodet wurden, fingen die Sanddünen an zu wandern und begruben hierdurch Fischerdörfer unter sich. Lediglich die vor 200 Jahren begonnene Aufforstung und das Bauen eines Schutzwalls vermochte es allmählich diese Naturspektakel wieder zu zähmen.
Der Nationalpark Žemaitija bietet sich besonders  für Menschen an, die sich auf ihren Reisen gerne in der Natur aufhalten und regionale Traditionen kennenlernen wollen. Ob Naturforscher/-in, Radfahrer/-in, Segler/-in oder Taucher/-in - hier bieten sich Ihnen  unzählige Möglichkeiten Ihre Freizeit aktiv und inhaltsreich zu gestalten. Hierbei werden Sie die Plataliai-Seen, die Waldgebiete, die Architektur und archaischen Kirchweihfeste in Žemaičių Kalvarija, das Handwerk der Holzschnitzer, die traditionelle Fastnachtfeste sowie die Möglichkeit die Seele der Žemaiten zu erleben, garantiert ins Staunen versetzen.