Sehenswürdigkeiten
 
Litauen steckt voller Geschichte und Kultur. Angefangen bei der wunderschönen Hauptstadt Vilnius mit ihrer barocken Altstadt, über die Inselburg Trakai hin zur zeitweiligen Hauptstadt Kaunas bietet das Land eine wahre Vielfalt an kulturellen Sehenswürdigkeiten. Den geographischen Mittelpunkt Europas können Reisende 26 Kilometer nördlich der Hauptstadt besuchen. Hier liegt auch der Europapark – ein Freilichmuseum mit modernen Installationen.
Weitere beeindruckende Museen in Litauen sind das Bernsteinmuseum in Palanga sowie das Freilichtmuseums Rumsiskes (Museum der Lebensweise des litauischen Volkes). Zu den skurrilsten Museen Litauens zählen der Grutas Park bei Druskininkai, wo ca. 80 Monumente aus der Sowjetzeit (darunter Statuen von Lenin und Stalin) ausgestellt sind, sowie das Teufelsmuseum in Kaunas mit einer Ausstellung von über 2.000 Teufeln aus der ganzen Welt.
Auf dem Berg der Kreuze bei Siauliai sind von Litauern und Besuchern aus aller Welt mehr als 200.000 Kreuze zusammengetragen worden. Der Berg stellt eine Pilgerstätte für Gläubige dar und wächst unaufhörlich weiter. Das Handwerk der Kreuzmacherei zählt zum immatriellen Kulturerbe der UNESCO.
 
Litauen besitzt außerdem vier UNESCO-Weltkulturstätten:
 
Historische Altstadt von Vilnius: Trotz einiger Invasionen und Zerstörungen konnte der historische Kern der Stadt mit überwiegend barocken aber auch gotischen und Renaissance-Gebäuden erhalten bleiben. Zu den Hauptsehenswürdigkeiten der Hauptstadt zählen die Kathedrale mit dem freistehenden Glockenturm, der Palast der Großfürsten, der gotische Winkel mit der  St. Annenkirche und Bernhardinerkirche sowie das Künsterlviertel Uzupis.
 
Kurische Nehrung: Die 98km lange, weitgehend mit Wanderdünen bedeckte Halbinsel trennt die Ostsee vom Kurischen Haff. 52km davon gehören zu Litauen, 46km zu Russland (Kaliningrader Gebiet).
 
Archäologische Stätte Kernave: Die fünf Burgberge bilden den größten Komplex von Wehrburgbergen im Baltikum, wo sich ca. 9.000 vor Christus die ersten Einwohner niederließen. Heute sind von den Burgen nur noch Hügel übrig von wo aus man einen beeindruckenden Blick auf die Neris, einem Nebenfluss der Memel hat.
 
Struve Bogen: Ein Netz geodätischer Vermessungspunkte, das sich durch 10 Länder zieht und zum Zeitpunkt der Vermessung ab 1816 eines der genauesten und größten Projekte der damaligen Erdmessung darstellte. Drei der Vermessungspunkte liegen in Litauen.
 
 
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