Kaunas
 
Kaunas (307,5 Tausend Einwohner) ist die zweitgrößte Stadt Litauens und befindet sich am Zusammenfluss von Nemunas und Neris. Die Stadt ist sehr stolz auf ihre gut erhaltene und gepflegte Altstadt, die viele wertvolle Architektur- und Kulturdenkmäler umfasst, wie die Burg Kaunas, das gotische Perkūnas- Haus, die Kirchen von Vytautas des Großen und der heiligen Gertruda sowie das Kaunasser Rathaus - der „weiße Schwan“  und viele andere. Außerdem gibt es auch interessante Objekte aus dem technischen Erbe wie beispielsweise eine vor 70 Jahren erichtete Seilbahn. Eine Auffahrt mit ihr auf den Aleksotas- Hügel, eröffnet einen ausgezeichneten Ausblick auf ganz Kaunas. In Kaunas gibt es viel zu erleben. Im Kloster Pažaislis - ein Meisterwerk des litauschen Barocks -, das sich am Stausee von Kaunas befindet, werden jeden Sommer die internationalen (klassischen) Musikfestspiele von Pažaislis veranstaltet. Ein sehr emotionales Musikfest sind die internationalen Kaunas-Jazz-Festspiele, die ebenfalls jährlich stattfinden. Eine unbestrittene Besonderheit dieser Veranstaltung ist der Carillon-Jazz (Glocken- Jazz) oder Jazz mit jüdischer Thematik, die in der Synagoge vorgetragen wird u.a.
Kaunas bietet auch viele verschiedene Museen. Im M.K. Čiurlionis- Museum werden Werke dieses litauischen Kunstgenies ausgestellt, die sich vom Bekanntheitsgrad mit den Werken von M. Shagal, V. Kandinskij, K. Malevitsh u.a. mesen. In der M. Žilinskas- Galerie lassen sich viele westliche Kunstwerke der letzten Jahrhunderte betrachten. Eine makabere Sammlung von über 3000 Teufelsmasken präsentiert das einzigartige Teufelsmuseum. Im Kriegsmuseum von Vytautas dem Großen erlangt man eine umfassende Übersicht von der Entwicklung der litauischen Geschichte. Neben diesem befindet sich das eindrucksvolles Freiheitsdenkmal, welches mit dem ewig brennenden Feuer der gefallenen Freiheitskämpfer gedenkt.  Einen außergewöhnlichen Ort stellt das 9. Fort-Museum dar - Teil der Kaunasser Festung aus der Zeit der Okkupation des Zaren-Russlands - welches in der Zwischenkriegszeit zu eine Niederlassung des litauischen Gefängnisses; und in der Zeit der Naziokkupation zu einem Todeslager umfunktioniert wurde.
 
Geschichte von Kaunas
Der Beginn der Stadt wird mit dem Bau der ersten, und zu jener Zeit größten, Mauerfestung im 13. Jh. gesetzt. Durch die Einräumung des Magdeburger Rechts 1408 und der Eröffnung des Hansekontor 1440 florierte die Stadt zu dem bedeutendsten Handelszentrum des Landes mit Westeuropa. Darüber hinaus präsentierte Kaunas im 16. Jh.  die fortgeschrittenste Stadt des litauischen Großfürstentums.
Von 1920 bis 1940 war Kaunas zeitweilig die Hauptstadt Litauens. Dies hatte eine sehr positive Auswirkung auf die Entwicklung der Stadt. Während dieser Zeit ist beispielsweise die Laisvės- Allee entstanden, die nur für Fußgänger bestimmt ist und in ganz Europa der einzige Nichtraucher- Boulevard ist.
 
 
 
 
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