DIE AUSSERGEWÖHNLICHE SCHÖNHEIT DER ALTSTADT VON KLAIPĖDA
 
Klaipėda verzaubert den Besucher auf Schritt und Tritt. Das Auge erfreut sich am harmonischen Zusammenwirken von alter und neuer Architektur, an den vielen, im Grün der Stadt fast versinkenden Skulpturen und das sanfte Rauschen des Meeres übt eine beruhigende Wirkung aus. Die Altstadt von Klaipėda unterscheidet sich von denen der anderen litauischen Städte durch seine Kompaktheit, sowie die Fülle an deutscher und skandinavischer Architektur. In den Zwischenkriegsjahren galt Klaipėda sogar als eine der schönsten Städte Nordeuropas.
 
Eine untypische Architektur
 
Klaipėda wurde im Jahr 1252 zum ersten Mal als Memelburg erwähnt und kann somit beanspruchen, die älteste Stadt Litauens zu sein. Die Kultur der Stadt ist stark von Deutschen geprägt und zeichnet sich durch Bescheidenheit und Maß aus.
Die Altstadt von Klaipėda sticht mit seinen vielen Fachwerkhäusern und die für litauische Städte untypische Anlage der Straßen hervor. Das Straßennetz ist geometrisch ausgelegt und die Straßen kreuzen einander nur im rechten Winkel.
Einstmals dominierten in der Altstadt von Klaipėda die wichtigsten Verwaltungsgebäude der Stadt, später veränderte sich das Gewicht zugunsten von  Einkaufszentren mit den größten Geschäften der Stadt, Lagergebäuden und Banken.
Das heutige Klaipėda erfreut den Touristen mit einer reichen Auswahl an Cafés, Restaurants, Souvenirläden und Architekturdenkmälern.
 
DIE HIGHLIGHTS DER ALTSTADT VON KLAIPĖDA
 
Der Theaterplatz ist der Magnet der Stadt und der Ort, an dem sich die Stadtbewohner und ihre Gäste am liebsten versammeln. Er ist der Schauplatz von Konzerten, dem Jūros šventė (Meerefest), dem Internationalen Schloss-Jazz-Festival und vielen anderen Veranstaltungen.
Einen wichtigen Akzent setzt die Skulptur 
 
 
„Taravos Anikės“ (Ännchen von Tharau), die ein junges, barfüßiges Mädchen darstellt. Sie wurde zum Gedenken an den Dichter Simon Dach und eine von ihm besungene Figur aufgestellt. Das Liebeslied „Ännchen von Tharau“ gehört zum deutschen Volksliedschatz und seine Melodie wird heute noch von den Glocken des Münchner Ratshauses gespielt.
 
Besuchen Sie unbedingt das „Arka“- Denkmal. Es wiegt beeindruckende 150 Tonnen und ist ebenso stattliche 8,5 Meter hoch. Erbaut wurde es im Jahr 2003, anlässlich der 80-Jahr-Feier des Anschlusses der Region Klaipėda (Mažoji Lietuva, das ehemalige deutsche Memelland) an Litauen. Die Säule aus rotem Granit symbolisiert Kleinlitauen und die graue Säule stellt Großlitauen dar. Der obere, gleichsam abgespaltene Teil steht für Kaliningrad (das alte Königsberg), das nicht an Litauen angeschlossen wurde. Das Denkmal trägt als Inschrift die Worte der litauischen Dichterin Ieva Simonaitytė: „Wir sind ein Volk, ein Land, ein Litauen“.
Auch der Menininkų kiemelis (Künstlerhof)  ist einen Besuch wert. In originalen, in Litauen sonst beispiellosen Fachwerk-Lagergebäuden des 18. Jh, wurden Ateliers eingerichtet, die den Besucher in vergangene entführen Zeiten und Erzeugnisse westlitauischer Handwerkskunst vorführen. Hier kann man auch selbst seine handwerklichen Fähigkeiten auf die Probe stellen.
 
Das Weihnachten des Sommers, auch „Jūros šventė“ (Meeresfest) genannt
 
Wenn Sie das Glück haben, Klaipėda am letzten Juli-Wochenende zu besuchen, dann dürfen Sie das schon seit dem Beginn des 20. Jh. stattfindende und inzwischen zur festen Tradition gehörende „Jūros šventė“ (Meeresfest) nicht versäumen. Dabei handelt es sich um ein großes, viele Menschen anziehendes Sommerfest, das auch „Weihnachten des Sommers“ genannt wird und den Menschen die Seefahrt nahebringen soll. Das Fest bietet eine Fülle an Kultur-, Sport und Unterhaltungsveranstaltungen. Wer das Meeresfest einmal erlebt hat, kommt garantiert ein zweites Mal.
 
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