IDYLLISCHE KURISCHE NEHRUNG
 
Die fast größten Sanddünen Europas, das im Westen rauschende Ostsee, das an jedem Morgen aufs Neue sonnenbeschienene Kurische Haff und noch einige andere Wunder der Natur befinden sich im Nationalpark Kurische Nehrung ganz nah beieinander, bilden gemeinsam eine ungewöhnlich harmonische Einheit und bringen alle Besucher zum Staunen.
 
Die Kurische Nehrung – Dialog zwischen Mensch und Natur
 
Die Kurische Nehrung nennt man auch die Perle der Ostsee. Sie ist ein langer, windverwehter Dünenstreifen, auf der einen Seite vom Kurischen Haff und auf der anderen Seite von der Ostsee gesäumt. Kommen Sie nur ein einziges Mal an diesen besonderen Ort, um sich von seiner unaussprechlichen Schönheit selbst zu überzeugen. Die Kurische Nehrung stellt ein traditionelles Beispiel für die Synthese von Zivilisation und Naturressourcen dar.
Der 98km lange Sandstreifen, der im Westen von der Ostsee und im Osten vom Kurischen Haff begrenzt wird, ist eine eindrucksvolle Schöpfung von Natur und Menschenhand zugleich. Ihr heutiges Erscheinungsbild hat die Nehrung ihren Bewohner zu verdanken, die den erbarmungslosen Wind bekämpften und sich gegen den von ihm herbeigetragenen Sand zu wehren versuchten. Auf diese Weise entstand eine von Natur und Mensch gemeinsam geformte Landschaft. Die Kurische Nehrung ist ein anerkannter Nationalpark und wurde in die Liste der UNESCO-Welterbes eingeschrieben.
 
Die größte Düne der europäischen Geschichte
 
Eine Legende besagt, dass die Kurische Nehrung von der Riesin Neringa beim Spielen am Strand aufgeschüttet wurde. Manche Menschen halten Neringa für eine weibliche Ausgabe des griechischen Halbgottes Herakles.
 
Die Historiker wiederum gehen davon aus, dass die Kurische Nehrung bereits vor über 5000 Jahren entstand und schon vor mehr als 1000 Jahren ein aktives heidnisches Zentrum was. Im 18. Jh. begruben die Wanderdünen viele Ortschaften und Fischerdörfer unter sich, da es damals an Holz mangelte, um sie zu befestigen. Aus diesem Grund begann der preußische Staat zu Beginn des 19. Jh. mit der Bepflanzung der Dünen. Der größte Teil von ihnen ist heute mit Kiefern und anderen Bäumen bewachsen, die dieses wunderbare Fleckchen Erde schützen.
Nach dem Ende der Sowjetherrschaft begann der Tourismus in der Gegend zu florieren und inzwischen ist die Kurische Nehrung ein stetig besuchter Ort, an dem man sich an der Stille und Reinheit, der leicht bewegten Ostsee, der entspannenden Umgebung und den größten Dünen Europas erfreuen kann. Ihre durchschnittliche Höhe beträgt 35m und die größte von ihnen ist über 60m hoch.
 
Freizeitangebote in der Kurischen Nehrung
 
Die Kurischen Nehrung bietet viele Sehenswürdigkeiten und auch viele Angebote für aktive Urlauber. Hier befindet sich das Litauische Meeresmuseum mit Aquarium und Delfinarium, in dem man derzeit noch Vorführungen von Meereslöwen und Robben ansehen kann. Im Aquarium tummeln sich Fische und andere Meeresbewohner, die das Auge des Betrachters erfreuen und ihn gleichsam mit in die  Tiefen des Meeres ziehen.
Hier erhebt sich auch der sagenumwobene Raganų kalnas (Hexenberg) mit seinen Hexen, Teufel und andere Fabelwesen darstellenden Holzskulpturen aus der Hand hiesiger Volkskünstler.
Die schönsten Ortschaften der Kurischen Nehrung sind Smiltynė, Juodkrantė, Pervalka, Preila und Nida. Hier gibt es auch eine große Anzahl empfehlenswerter Anlaufstellen für alle, die Angeln, Baden, Rundflüge und Fahrradtouren lieben.