DER VILNIUSSER FERNSEHTURM – EINER DER HÖCHSTEN GEBÄUDE DER WELT
 
Der Vilniusser Fernsehturm ist das höchste Gebäude im Land und steht sogar auf der Liste der höchsten Bauten der Welt. Wenn Sie Vilnius von oben erleben wollen, dann ersteigen Sie seine Spitze und genießen Sie den Panoramablick. Den Turm zu finden dürfte nicht schwerfallen, denn man sieht ihn von nahezu jeder Stelle der Stadt.
 
Ein herrliches Stadtpanorama
 
Der Fernsehturm dient dem Empfang von Radio- und Fernsehsendungen, Touristen aber zieht er aus anderen Gründen an. Im 19. Stock befindet sich eine bei Einheimischen wie Gästen des Landes beliebte Aussichtsplattform, von welcher aus man Vilnius und die Umgebung in einem Umkreis von 50km erblicken kann. In diesem Stockwerk wurde ebenfalls ein Restaurant eingerichtet, das sich beständig dreht und dem Gast auf diese Weise ermöglicht, die fantastische Aussicht sogar während des Speisens zu genießen
 
Der höchste Weihnachtsbaum der ganzen Welt
 
Der Fernsehturm hat noch weit mehr zu bieten.  Anlässlich der Jahrtausendwende z.B. verwandelte sich das höchste Gebäude des Landes mit Hilfe von Material für Leuchtinstallationen in den höchsten Weihnachtsbaum der Welt. Seitdem ist es zur festen Tradition geworden, den Fernsehturm zu Weihnachten und Neujahr mit Lichterketten zu schmücken. Und anlässlich der Basketballmeisterschaft 2006 in Japan wurde auf dem Turm der größte Basketballkorb der Welt „angeknipst“.
 
 
 
Neben dem Fernsehturm befindet sich ein historischer Antennenpark
 
Vor nicht allzu langer Zeit wurde anlässlich des Jubiläums des Radiosenders Telecentras neben dem Fernsehturm ein historischer Antennenpark eröffnet. In ihm werden nicht nur technisch, sondern auch gestalterisch besonders interessante Antennen gezeigt. Hier kann man auch die Satellitenantenne „Nera“ besichtigen, die Litauen im Jahr 1991 von der Telekom Norwegen geschenkt bekam. Während der sowjetischen Aggression hatte diese Antenne die Verbindung zwischen dem Sitz des Obersten Sowjet und der übrigen Welt sichergestellt.
 
Wichtigster Zeuge eines traurigen Kapitels unserer Geschichte
 
Der Fernsehturm gemahnt aber auch an die tragischen Ereignisse vom 13. Januar 1991, als ihn sowjetische Panzer umzingelten, um die von den blutigen Taten der Besatzungsmacht verkündenden Radio- und Fernsehübertragungen zu unterbrechen. Damals versammelten sich tausende Unbewaffneter und protestierten gegen die sowjetischen Streitkräfte. In dieser Schreckensnacht kamen 14 Litauer, die den Turm gegen die Aggressoren verteidigt hatten, unter den Panzern ums Leben. Heute befindet sich am Eingang des Turmes eine Gedenkstätte, die an  einen der wichtigsten Kämpfe des Landes im Kampf um seine Unabhängigkeit erinnert.
 
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