WIR LADEN SIE EIN AN DEN SCHÖNSTEN ALLER LITAUISCHEN ORTE - RUMŠIŠKES
 
Das kleine Litauen ist reich an verschiedenen Sitten und Bräuchen. Unweit des Städtchens Rumšiškės gibt es ein Volkskundemuseum, das die traditionelle Lebensweise der Landesbewohner mit ihren typischen Stuben, den alltäglichen Arbeiten und den Festen zur Schau stellt. Es ist das größte ethnografische Freilichtmuseum Litauens.
 
Ein geflutetes Städtchen wird wiedergeboren – durch das größte Museum
 
Dort, wo sich das alte Rumšiškės befand, ruht heute das Kaunasser Meer. Als das Wasserkraftwerk Kaunas errichtet wurde, flutete man das Ortschaft, doch vorher wurden die wichtigsten Gebäude, darunter die Erzengel-Michael-Kirche, der Glockenturm sowie die Kapelle auf dem jetzigen Friedhof von Rumšiškės hierhin umgesetzt. Das heutige Rumšiškės gilt als Litauens schönster Ort.
Gleich neben Rumšiškės richtete man ein Volkskundemuseum ein. Es ist das Museum mit den meisten ethnografischen Exponaten unter freiem Himmel in Europa. Hier erhalten sie anschauliche Informationen über Alltagsleben, Arbeit und Traditionen litauischer Bauen und Städter zwischen dem Ende des 19. Jh. und der ersten Hälfte des 20. Jh. Anhand von Beispielen altertümlicher Architektur, Kultur und Lebensweise ermöglichen die Museumsbetreiber Ihnen eine Reise in die noch nicht lange zurückliegende, dennoch nahezu vergessene Vergangenheit unseres Landes.
 
Lernen Sie Geschichte und Kultur Litauens kennen
 
Die Aufteilung der Ausstellung erfolgt gemäß den ethnografischen Regionen Litauens - Dzūkien, Aukštaitien, Suvalkien, Žemaitien und Klein-Litauen. In jeder finden Sie für die jeweilige Gegend charakteristische Stuben, Scheunen, Schuppen, Speicher, Ställe und Mühlen. Auch die Inneneinrichtungen mit damals üblichen Möbeln, Hausrat und Hausputz wurden rekonstruiert. In manchen Häusern kann man Werkstätten mit Handarbeiten alter litauischer Handwerker besichtigen, außerdem wird die Herstellug von Werkzeugen vorgeführt.
 
 
Ein separater Abschnitt mit einer Jurte und ein von Tieren gezogene Wagen steht für Widerstand und Verbannung. An einem versteckten Flusshang legt ein gut getarnter Partisanenbunker Zeugnis von den schwierigen Lebensumständen der Litauer während der sowjetischen Besatzung ab.  
 
In Rumšiškės können Sie alle litauischen Feste erleben
 
Die Litauer feiern die Kalenderfeste und die Feste des Kirchenjahres bis heute gemäß den überlieferten Traditionen. Wenn Sie an einem solches Fest teilnehmen möchten, dann fahren Sie nach Rumšiškes ins Volkskundemuseum, wo Sie einen Einblick in die wichtigsten Brauchtümer bekommen können.
Im Februar kommen anlässlich des Faschingsfestes (užgavėnės) bis zu 40.000 Menschen zusammen. In Hexen- und Teufelskostümen ziehen die Teilnehmer durch die Höfe und erbetteln kleine Gaben, es finden verschiedenste Wettkämpfe statt, zum Vertreiben des Winters wird Morė, das Symbol des Winters verbannt und man isst Pfannkuchen.
An Ostern werden von jung und alt Eier bemalt, mit Wachs überzogen oder auf andere Weise verziert. In dieser Kunst kann den Litauern wohl keiner das Wasser reichen. Die Ergebnisse werden auf Wettbewerben präsentiert.
Joninės ist die kürzeste Nacht des Jahres. Dann entzündet man in Rumšiškės unzählige Feuer und die Teilnehmer tanzen bis in die frühen Morgenstunden.
Ende Juli werden oninės das Ende der Heumahd gefeiert. Die Besucher bracken Brot, schlagen Butter und hinterher wird gemeinsam gespeist.
Das ganze Jahr über können Sie in Rumšiškės litauische Traditionen hautnah erleben und ausprobieren.