DIE GEBALLTE MACHT DER TEUFEL
 
So viele Teufel, wie Sie im Teufelsmuseum in Kaunas zu Gesicht bekommen, werden Sie garantiert nie wieder auf einmal erblicken. Dieses Museum ist wirklich absolut einmalig auf der ganzen Welt. In ihm werden die verschiedensten Teufel präsentiert: lustige, listige, eigentümliche und natürlich vor allem furchterregende. Die vielen unwahrscheinlichen Geschichtchen und Überlieferungen, die diese Höllenbewohner umspinnen, können Sie im Museum wie auch in dessen Umgebung erfahren.
 
Das Teufelsmuseum rangiert in der Liste der interessantesten Museen dieser Welt
 
Das Teufelsmuseum hat einen Platz in der Liste der interessantesten Museen dieser Welt erhalten. Auf drei Stockwerke verteilt werden hier ca. 1.000 „Gehörnte“ von überall auf der Welt präsentiert, die die verschiedensten Größen, Farben und Formen aufweisen. Jeder dieser „Leibhaftigen“ trägt eine andere Miene zur Schau: der eine lächelt schelmisch, der andere guckt verstohlen aus einem dunklen Winkel, der eine grummelt böse und der andere kichert blechern. Manche von Ihnen sind als Teufel nur dadurch zu identifizieren, dass man unter einem Haarbüschel ein Horn oder einen Schwanz erblickt. Auf jeden Fall fühlen sie sich um Teufelsmuseum wohler als in der Hölle.
 
Im Erdgeschoss wohnen die litauischen Teufelsgestalten
 
Das Erdgeschoss des Museums ist den litauischen Teufeln vorbehalten. Sie werden manchen grausamen Kampf zwischen Mensch und Teufel vorgeführt bekommen. Die meisten Teufel sind wirkliche Kunstwerke: auf Leinwand oder Seide gemalt, aus Holz geschnitzt, aus Keramik oder Stein gefertigt, außerdem nicht nur mit einfachen Hörnern ausgestattet, sondern auch vielen Zotten und natürlich mit einem Schwanz. Einige der Teufel grinsen den Betrachter schadenfroh von Tellern, Vasen, Salzfässern, Kesseln, Nussknackern oder Pfeifen an. Ein besonderes Schmankerl für die Museumsbesucher ist ein winziges, nur mit der Lupe erkennbares Teufelchen aus Gold. Die gesamte Ausstellung im Erdgeschoss wird von einem biblischen Teufel überwacht. Man sagt, dass er einstmals ein Engelswächter war, jedoch aus dem Himmel vertrieben wurde, weil er Gott  beneidete. Auch die anderen Bewohner des Museum haben alle ihre eigene Geschichte zu erzählen.
 
 
Im ersten Stock können Sie Teufels- und Hexengegenstände besichtigen
 
Im ersten Stock empfängt Sie ein riesiger Holzteufel, den das Museum von vom Pech verfolgten Menschen geschenkt bekam. Sie glaubten, dass ihr Unglück von diesem Höllengesellen herrührte und wollten ihn auf ihrem Hof daher nicht mehr sehen.
Dieses Stockwerk ist seltsamen Auswüchsen der Natur gewidmet. Bei den Exponaten handelt es sich um Funde von Ästen und Steinen, die Teufelszüge aufweisen. Eine Ausnahme bildet ein geschliffener und lackierter Baumstamm, der schon fast nicht mehr wie ein Stück Natur erscheint. Hier im ersten Stock wohnen auch die Gefährtinnen der Teufel, die bösen Hexen.
Im zweiten Stock halten Teufel aus fremden Ländern ein Festmahl ab. Unmöglich zu sagen, wie viele hier zusammengekommen sind. Allerdings verändert sich die Zahl auch ständig, denn Besucher und Gäste bringen oft einen Teufel aus ihrer Heimat mit, um ihn dem Museum zu vermachen.
 
Das Festmahl der Teufel und Hexen in Juodkrantė
 
Man kann unmöglich alle bösen Geschöpfe allein im Teufelsmuseum unterbringen. Daher befinden sich auch einige auf dem Hexenberg in Juodkrantė. Der Berg trägt seinen Namen nicht umsonst, denn hier schmausen Hexen, Teufel, Luzifer höchstpersönlich, sowie vielköpfige Drachen. Sie alle sind Akteure alter Überlieferungen, Märchen und Legenden und wurden von litauischen Holzschnitzern dargestellt, um mit ihrem Anblick den Passanten Furcht einzuflößen.
 
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