WERDEN SIE ZEUGE, WIE ES IN EINER WISENTHERDE ZUGEHT
 
In der Umgebung von Panevėžys können Sie mit eigenen Augen sehen, wie die größten litauischen Lebewesen, die in das Rote Buch Litauens eingetragenen Wisente leben. Noch vor 100 Jahren meinte man, dass diese Tierart bereits ausgestorben ist, doch dem Engagement  Einzelner ist es zu verdanken, dass eine neue Population entstehen konnte. Nutzen Sie Ihren Aufenthalt in Litauen, um das Wisentreservat in Pašiliai zu besuchen. Es ist eine einmalige Chance, die Tiere aus nächster Nähe zu erleben.
Die bedrohte Art wird sorgsam geschützt
 
Wisents waren bis zum 16. Jh. in ganz Europa weit verbreitet. Sie lebten in seltenen Laub- und Mischwäldern, Steppen und im Gebirgsland Doch mit der Ausbreitung der Landwirtschaft, der raschen Vermehrung des Menschen und auch aufgrund der immer intensiveren Jagden blieb den majestätischen Tieren immer weniger Lebensraum. Sie zogen sich in den tiefen Wald zurück und begannen langsam auszusterben. Es heißt, dass 1919 der letzte litauische Wisent in freier Wildbahn erlegt wurde. Doch engagierte Tierschützer nahmen sich des bedrohten Tieres an, zogen eine neue Population heran und entließen diese schließlich aus den Gittern in die Freiheit.
 
Besuchen Sie das Wisentreservat in Pašiliai mit der ganzen Familie
 
Das Wisentreservat soll die litauische Wisentpopulation schützen und ihnen weiteres Vermehren ermöglichen. Hier leben derzeit um die 50 Wisente, davon einige im Gehege und andere in Freiheit. Von kleinen Erhebungen aus können Sie beobachten, wie sich die Tiere ernähren, sich mit ihren mächtigen Rücken an Baumstammen reiben oder friedlich in der Sonne ruhen.
Das Besondere an der hiesigen Wisentherde ist, dass alle „Mitglieder“ im internationalen Zuchtbuch eingetragen sind und die Namen der Tiere symbolisch mit den Buchstaben GI beginnen:  Girinis, Gintaras, Girbaitė u.a. Besuchen Sie das Reservat und erfahren Sie viele spannende Geschichten über die im Roten Buch Litauens geführten Tiere.
Planen Sie einen ganzen Tag für Ihren Besuch ein. Am Reservat wurden eine Feuerstelle und Sitzmöglichkeiten eingerichtet. Die größten Tiere Europas zu beobachten, wird Sie bestimmt nicht langweilen - und am allerwenigsten Ihren Nachwuchs.
 
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