Kauno IX forto muziejus

Historische Museen in Litauen

Erleben Sie bei einem Besuch der historischen Museen, die verschiedene Epochen der litauischen Geschichte – sowohl ruhmreiche, als auch schmerzhafte Etappen.

Historischer Präsidentenpalast der Republik Litauen in Kaunas

Kaunas wurde kurz nach der Unabhängigkeitserklärung vor 100 Jahren zur temporären Hauptstadt Litauens erklärt. Am 1. September 1919 zog dann auch Antanas Smetona, der erste Präsident der neuen Republik, in das Gebäude ein.

Litauisches Nationalmuseum in Vilnius

Das Museum beinhaltet nicht nur die größte Sammlung historischer Fundstücke, sondern ist gleichwohl das älteste Museum Litauens. Gegründet im Jahr 1885 umfasst es mehrere bedeutende Gebäudekomplexe, die sich fünf verschiedenen Themen widmen: Geschichte und Zeitgeschichte, Archäologie, Volkskunde, Numismatik und Ikonografie.

Historisches Museum Trakai

Das Museum in den Räumen der Inselburg erinnert an die majestätische Zeiten der litauischen Herrscher. Es ist das beliebteste Museum des Landes und erzählt die Geschichte der ehemlige Residenzstadt Trakai, den mittelalterlichen Befestigungsanalagen und präsentiert die angewandte Kunst jener Zeit.

Museum der Burg Klaipėda

In den unterirdischen Verteidigungsgalerien aus dem 16. bis 18. Jahrhundert biete sich Ihnen eine illustrierte Ausstellung über die Entstehungsgeschichte der Verteidigungsburg sowie der Stadt Klaipėda, die für lange Zeit „Memel“ hieß. Archäologischen Fundstücke vom Burgplatz und der Altstadt untermalen das authentische Bild der umworbenen baltischen Hafenstadt.

Museum der Universität Vilnius

Die im 16. Jh. gegründete Universität, eine der ältesten Osteuropas, lädt zum Spazieren durch die authentischen Innenhöfe des architektonischen Ensembles und zum Betrachten des Panoramas des historischen Vilniusser Zentrums vom höchsten Gebäude der Altstadt ein – vom Glockenturm der Johanniskirche.

Im architektonischen Ensemble der im Herzen der Vilniusser Altstadt befindlichen Universität haben sich die Historische, Philologische und Philosophische Fakultät niedergelassen. Während Sie die Höfe der Universität zählen, können Sie einen ganzen Vorlesungszyklus über die Entwicklung der Architektur und ihrer Verzierungen verfolgen: Die Kunstformen der Gebäude geben die in Litauen einst vorherrschenden Architekturstile wieder – Gotik, Renaissance, Barock und Klassizismus.

Militärmuseum von Vytautas dem Großen

Die stets erneuerten Ausstellungen des Museums geben Einblick in die Kriegskunst Litauens und der Welt vom Altertum bis in die Gegenwart, wobei die wichtigsten historischen Ereignisse festgehalten werden. Hier können die Besucher wertvolle Waffensammlungen betrachten, zu denen auch die persönlichen Gegenstände des ersten litauischen Heerführers General Silvestras Žukauskas und anderer Persönlichkeiten aus den Streitkräften gehören. In der Ausstellung werden auch die Reliquien des berühmten Flugzeugs „Lituanica“, das den Atlantik überquert hat, präsentiert. Das Museumsgebäude selbst repräsentiert besonders deutlich die bedeutendste architektonische Eigenart der Zwischenkriegszeit – die harmonische Verschmelzung von Moderne und Traditionen. Unweit des Museums befindet sich ein einzigartiger kleiner Garten, in dem das ewige Feuer brennt und Glocken läuten.

Archäologischen Stätte in Kernavė

Im Städtchen Kernavė, der erste Hauptstadt des Großfürstentums Litauen im 13. Jahrhundert, befindet sich eine archäologische Stätte aus fünf Burghügeln, die unlängst zum Kulturerbe der UNESCO anerkannt wurde. Von hier aus ergibt sich eines der schönsten Landschaftsbilder auf die Windungen der Memel und ihre Ufer, das schon vor Jahrhunderten die litauischen Fürsten und Könige inspirierte.

Museum des Kalten Kriegs in Plokščiai

Mitten im Nationalpark der Žemaitija gelegen, befindet sich eine unterirdische Bunkeranlage aus Sowjetzeiten, in der vier riesige ballistische Raketen auf ihren Abschuss warteten. Ihr Ziel: Westeuropa. Heute befindet sich in den Katakomben eines der besten Museen des Landes, in der die Geschichte des Kalten Krieges erklärt wird. Jeder Besuch geht unter die Haut, weswegen die Anlage nur mit einer Führung besichtigt werden.

Museum der IX. Fort in Kaunas

1882 begann das Russische Reich mit dem Bau von Landfestungen in Kaunas. Bis Anfang des 20. Jahrhunderts war die Stadt von einem Ring aus neun Befestigungsanlagen umgeben. Das heute darin befindliche Museum gibt Einblick in die Entstehungsgeschichte und berichtet von den schmerzhaften historischen Etappen über den Holocaust der Nationalsozialisten bis zu den mörderischen Repressionen in Zeiten der Sowjetunion.

Museum der Opfer des Genozids

Das Museum im ehemaligen KGB-Gebäude in Vilnius gibt einen Einblick in die sowjetischen Repressionsstrukturen von 1945 bis 1990. Besucht werden können das Gefängnis und der sogenannte Verhörisolator, indem die Praktiken des KGB zur traurigen Realität wurden. Weitere Themen sind die „Sowjetisierung“ Litauens, die Deportation von Litauern nach Sibirien und der bewaffnete Widerstand litauischer Partisanen.

Museum der Freiheitskämpfe

Nach dem Betreten des im alten Bahnhof der Schmalspurbahn eingerichteten Museums werden Sie plötzlich zum Reisenden: Die authentischen Skulpturen von Menschengröße sind Teil einer Ausstellungen des Museums, das die Geschichte Litauens und Europas im 20. Jh. enthüllt. Hier erleben die Besucher Geschichte nach dem Kontrastprinzip: Der Zwangskrieg und der Krieg für die Freiheit, die neue Sklaverei und das Europa der Menschenrechte werden in Zusammenhang gestellt, wobei dem Widerstand der Partisanen gesonderte Aufmerksamkeit gewidmet wird.

Chaim Frenkel Villa

In der Villa, die das authentische Luxus-Interieur bewahrt hat, befinden sich Ausstellungen, die Einblick in die Lebensweise auf dem Landsitz im 19.-20. Jh., die Mode sowie die kulturellen und gastronomischen Traditionen der Juden geben.

Sugihara-Haus

Das Sugihara-Haus empfängt seine Besucher mit einer modernen audiovisuellen Ausstellung in den historischen Räumlichkeiten des Konsulats. Die neue Ausstellung wurde 2008 eröffnet. Mit modernen Technologien werden die einzigartigen Momente im Leben des Diplomaten Chiune Sugihara, die Erzählungen der von ihm geretteten Menschen und ihrer über die ganze Welt verstreuten Familien erzählt. Hier werden aus den japanischen Archiven herbeigeschaffte Dokumente ausgestellt, die bisher in Litauen nicht zu sehen waren – Vollmachten von Präsident Antanas Smetona für den Vizekonsul Ch. Sugihara, Berichte des Diplomaten über die Arbeit in Litauen, Telegramme an die Regierung Japans über die Situation in Litauen im Jahr 1940, die Liste der erteilten Visa. 

Der Fürstenpalast „Valdovų Rūmai“

Das großfürstliche Schloss von Vilnius war das Residenzschloss der Herrscher des litauischen Fürstentums. Nach aufwendigen Renovierungsarbeiten wurde der Palast wiederhergestellt und präsentiert sich heute als lebendiges Kulturzentrum mit einem historischen Museum, dass mit anspruchsvollen Ausstellungen zu Politik, Kultur und Kunst Litauens zahlreiche internationale Besucher anlockt. Im Sommer werden Musikveranstaltungen und Freilichtkino angeboten.