A. Aleksandravičius

Unentdeckte Orte

Selbst wenn Sie denken, dass Sie Litauen bestens kennen, lassen Sie uns Ihnen versichern – es kann immer noch für Überraschung sorgen. Von Steinbrüchen, die Ähnlichkeit mit Mars-Canyons haben, bis zu in Dünen versteckten militärischen Festungen, von den höchsten Aussichtstürmen bis zu Unterwasserwegen in Sümpfen. Litauen ist unerschöpflich. Nur keine Angst vor Improvisationen, Abweichungen von touristischen Routen – dann werden Sie es verstehen. 

Aussichtsturm von Kirkilai

Die besondere Landschaft der Region Biržai können Sie von diesem Turm aus betrachten, der durch seine originelle Architektur an ein sinkendes Boot erinnert. In 30 m Höhe eröffnen sich Ihnen viele kleine Seen, die nichts anderes sind, als durch Karstprozesse entstandene und mit Wasser gefüllte Erdlöcher. Unter bestimmten Bedingungen nehmen diese Seen im Sommer verschiedene Farben an!

Erlebnispfad Aukštumala

Es wäre unmöglich, länger als einen Kilometer auf der Oberfläche eines Hochmoors zu laufen, gäbe es dort nicht ein Geheimnis: Der Weg verläuft auf einem alten mit Steinen befestigten Unterwasserpfad durch den Sumpf. Einst war dies ein geheimer Weg, um vor Angreifern zu flüchten, und bietet sich uns hier die Möglichkeit, aus nächster Nähe die florierende Pflanzenwelt des Hochmoors zu erkunden und die außergewöhnliche Landschaft zu genießen.

Svencelė

Den Wind fängt man am besten in Svencelė. Wassersportfans haben dieses moderne Zentrum für Kitesurfer und Segler am Ufer des Kurischen Haffs schon vor langer Zeit entdeckt. Der riesige Raum des Haffs, die wilde Natur und das Panorama der Kurischen Nehrung reizen jeden Reisenden, den Wind für sich zu nutzen. 

Apvalasas-See

Die Natur spielt manchmal auch Streiche. Die natürlichen Konturen des Apvalasas-Sees, die man aus der Vogelperspektive betrachten kann, erinnern sehr an die Konturen Litauens auf der Landkarte! Wenn Sie am Ufer dieses einzigartigen Sees spazieren gehen, sollten Sie unbedingt das unweit befindliche und für seine Wirtschaft berühmte Landgut Ilzenberg besuchen. 

Museum für Ethnokosmologie in Moletai

In Moletai befindet sich das weltweit einzige Museum für „Ethnokosmologie“– eine Wissenschaft, die der Beziehungen zwischen Mensch und Kosmos auf die Spur geht. Bleiben Sie bis in die Abendstunden den in dem modernen Observatorium, kann der sternklare Nachthimmel durch ein Teleskop mit 80-Zentimeter Durchmesser beobachtet werden – das einzige seiner Art in Nordeuropa.

Uferartilleriebatterie „Memel-Nord“

Ein Schritt zu den in den Dünen verborgenen Befestigungen und Sie spüren die kalte Atmosphäre des militärischen Konflikts.
Die Ausstellung in den Bunkern des Zweiten Weltkriegs zeigt Granaten, Minen- und Bombensplitter sowie persönliche Gegenstände von Offizieren. All dies gibt die Möglichkeit, die komplizierte Geschichte des Kriegsalltags zu berühren. 

Schloss von Panemunė

Eines der authentischsten Schlösser Litauens. Im Laufe der Jahrhunderte hat sich seine Architektur nur wenig verändert, und der Entwurf des damaligen berühmten Architekten Peter Nonhart ist perfekt. Verhaltene und gleichzeitig majestätische Formen zeugen von den Ambitionen der ungarischen Adelsfamilie Eperjesz. Das Schloss wurde von seinem neuen Eigentümer – dem Fahnenträger des Großfürstentums Litauen Antanas Gelgaudas rekonstruiert. Heute werden hier Kunstausstellungen, theatralisierte Aufführungen  und Handwerksmärkte abgehalten.

Kirche von Salakas

Von weitem ist der gen Himmel ragende Turm der Kirche von Salakas zu sehen. Der deutlichste Akzent der Architektur dieses Städtchens versetzt den Besucher quasi ins alte England. Die Kirche der Hl. Jungfrau Maria verzaubert durch ihre Majestät und hebt sich deutlich von der Landschaft des Ortes ab.

Kalksteinbrüche

Mars-Canyons in Litauen? Das Unmögliche wird Realität, wenn Sie den von den Litauern erst vor kurzem Entdeckten Ort in Nordlitauen besuchen. Die vor 300 Millionen Jahren im Bezirk Akmenė entstandenen und über viele Jahre abgebauten Kalksteinschichten wurden zu einer einzigartigen Canyon-Landschaft, die für Litauen völlig unüblich ist. Interessanterweise wurden im Felsgestein aus dem Jura auch Überreste von Dinosauriern gefunden!

Kaskaden der Marvelė

Im Sommer herrscht im Flusstal der Marvelė Ruhe: Das gemütlich über kleine Treppen dahinplätschernde Wasser lädt zu Ruhe und Entspannung ein. Aber die Ortsbewohner erzählen, dass sich die Kaskaden während der Eisschmelze zu einem rauschenden Wasserweg entwickeln, den man gesehen haben muss.

Fels von Pagonija

Klettern Sie gern? Dazu muss man nicht weit in die Berge fahren!
Der Betonfels von Pagonija, der eine Höhe von 13 Metern erreicht, lädt zum Ausprobieren von 12 verschiedenen Aufstiegswegen ein, die sich in ihrem Relief unterscheiden. Anfänger und Fortgeschrittene werden gleichermaßen eine geeignete Trasse finden. 

Brücke der weißen Rose

Diese Brücke mit der romantischen Bezeichnung Weiße Rose verbindet die Ufer der Memel und ist Rekordhalter. Sie ist die höchste Brücke des Landes. Wegen ihrer großen Proportionen wurde sie in das litauische Buch der Rekorde aufgenommen. 

Auge der Ūla

Am beliebtesten bei den Wassertouristen ist der Fluss Ūla, auf der man das „Auge der Ūla“ erblicken kann – die in einer Vertiefung hervorsprudelnde Quelle, auf deren Grund durch den starken Wasserstrom der Sand aufgewirbelt wird. Die Ūla fließt auf dem Gelände des größten Nationalparks Litauens – im Nationalpark der Dzūkija, wo es zahlreiche Erlebniswege für Wanderer und Radfahrer gibt.