V. Ščiavinskas

Orte der EDEN-Initiative

Wir laden Sie dazu ein, die sieben attraktivsten Orte für den Tourismus in Litauen zu besuchen. Die Wahlen dazu finden seit 2008 statt. Diese Orte erstaunen durch ihre besondere Natur und bieten vielfältigen Zeitvertreib. Machen Sie Urlaub an den großen Seen Litauens oder fühlen Sie sich wie die Besitzer eines der schönsten Herrenhäuser. An den Touristenmagneten können Sie Gerichte der nationalen Küche verkosten, sich im Eisangeln probieren, Vögel beobachten, und das sind nur einige von vielen einzigartigen Besonderheiten des Tourismus in Litauen.

Regionalpark Memeldelta – ein Vogelparadies

Der Regionalpark Memeldelta ist ein außergewöhnlicher Ort der Natur, Kultur und des harmonischen Tourismus. Das Einzigartige am Memeldelta ist die von Sümpfen und Morast umgebene Insel Rusnė, die von den Nebenarmen der Memel – Atmata und Skirvytė – umspült wird. Die außergewöhnliche Landschaft entsteht durch zwei verwobene Flüsse, den Lagunensee Krokų lanka, die überfluteten Wiesen des Deltas und das als Venedig Litauens bezeichnete Dorf Minija (Mingė).

Das Memeldelta ist ein wichtiger Rastplatz für Zugvögel, hier brüten auch viele seltene Vogelarten. Es lohnt sich, die ornithologische Station bei Ventės ragas zu besuchen und zu sehen, wie Vögel beringt werden. Beim besonders großen Frühjahrshochwasser kann man unvergessliche Eindrücke sammeln, denn die riesigen überschwemmten Wiesenflächen des Deltas sind voller seltener Wasservögel. Im Regionalpark Memeldelta sind Erlebniswege, Aussichtstürme und Informationstafeln eingerichtet. Der bei den Touristen beliebte Erlebnisweg durch das Hochmoor Aukštumala bietet die einzigartige Möglichkeit, sich mit einem Hochmoor vertraut zu machen, die eigentümliche und ganz besondere Schönheit des Sumpfes zu erleben.

Der Landkreis Zarasai – ein Stück Himmel auf Erden

Der zwischen mehr als dreihundert Seen liegende Bezirk Zarasai ist einer der seenreichsten in Litauen. Er ist zu Recht stolz auf den größten See Litauens – Drūkšiai, den als Anglerparadies bekannten Luodis, den Sartai, an dem das traditionelle Pferderennen stattfindet, den Avilys mit seinen vielen Buchten, Halbinseln und Zuflüssen. Viele Urlauber erholen sich am Haff von Antalieptė, einem der schönsten Binnengewässer im Landkreis Zarasai.

Der Fluss Šventoji ist bei Touristen beliebt, die nach Romantik suchen, und am Oberlauf des Flusses tummeln sich Wassersportfans. Wer ruhige Erholung sucht, ist am Ufer des Šventas-Sees genau richtig. In Zarasai haben Besucher die wunderbare Möglichkeit, den See Zarasas und seine Inseln von einem 17 m hohen Aussichtsrad zu betrachten, das bereits zur Visitenkarte der Stadt geworden ist. Von einem der kompliziertesten Architekturbauwerke in Litauen eröffnet sich das malerische Panorama des Sees mit seiner großen Insel. Die Insel des Zarasas beherbergt den größten Wakepark im Baltikum.

Das echte Leben des alten litauischen Adels auf dem Landgut von Pakruojis

Das Landgut Pakruojis findet seit Mitte des 16. Jh. Erwähnung, und das heutige Ensemble des Landgutes entstand Ende des 18. Jh. Auf Initiative und mit den Mitteln des Barons Wilhelm von der Ropp. Dank ihm entstand Anfang des 19. Jh. Ein zweistöckiges Herrenhaus, das durch seinen majestätischen Portikus mit sechs Säulen auffiel. Das Landgut von Pakruojis steht im Buch der Rekorde Litauens als Gutshof, auf dem die meisten Gebäude erhalten sind: Auf einer Fläche von 48 ha befinden sich 34 Gebäude. Das Gutsensemble besticht durch eine restaurierte Bogenbrücke aus Dolomit (es gibt davon nur zwei in Europa).

Lernen wir die Vergangenheit der Landgüter kennen. Landgut Rokiškis

Die architektonischen Lösungen des Landgutes Rokiškis offenbaren den Wechsel der Architekturstile in Litauen – vom Klassizismus bis zu den Formen der Moderne im Interieur des Herrenhauses. Rokiškis und der Gutshof florierten Ende des 18. Jh., als Ignotas Tyzenhauzas Gutsherr wurde. Damals wurde das neue Herrenhaus im Stil des Klassizismus errichtet. Zu seinen Seiten entstanden Offizinen mit Steinmauern, ein Park wurde angelegt, Teiche wurden ausgehoben und der Platz der Altstadt von Rokiškis wurde erneuert. Nach dem Tod von I. Tyzenhauzas erbte sein Sohn Konstantinas Rokiškis. Er war ein bekannter Wissenschaftler und Ornithologe. Im 19. Jh. machte er die Stadt zu einem Zentrum der Wissenschaft: Er gründete das Zentrum für naturwissenschaftliche Forschung, pflanzte in der Orangerie und in Gewächshäusern viele tropische Pflanzen.

Heute ist das Landgut zu einem Anziehungszentrum und einem Ort für Ausstellungen geworden. In der Weihnachtszeit residiert hier sogar der Weihnachtsmann! Im Landeskundemuseum Rokiškis lohnt es sich, das Gemälde „Judita“ des berühmten Renaissance-Malers Andrea del Sarto, die einzige bewahrte Kleiderkollektion der Grafen im Baltikum, eine Krippenausstellung und Holzschnitzereien zu betrachten.

Altstadt von Telšiai. Die Geheimnisse der Stadt auf sieben Hügeln

Telšiai trägt die Beinamen Stadt auf sieben Hügeln und Hauptstadt der Bären. Die Bären halten den „Globus Niederlitauens“, zieren die kleinen Brücken am Ufer des Mastis-Sees, die Bänke, und es gibt noch weitere über die ganze Stadt verstreute Skulpturen. Man sagt, wenn Sie der „Legende Niederlitauens“ – einem Bären – die Nase reiben, dann wird sich Ihr Traum ganz sicher erfüllen. Auf dem Marktplatz erhebt sich ein Uhrenturm mit einem großen schwarzen Bären. Menschen mit Sehbehinderung können auf dem Kathedralenplatz das in Litauen einzige Modell der Stadt mit den Händen erkunden.

Neben dem modernen Amphitheater befindet sich ein Aufzug, der hinunter zum Ufer des Mastis-Sees fährt. Dort gibt es Rad- und Fußgängerwege, Kinderspielplätze und einen Skulpturenpark. Das Žemaitė-Dramentheater, die Niederlitauische Dorfausstellung und das Kulturzentrum Telšiai sind auf alle Besucher eingestellt, ungeachtet ihrer körperlichen Fähigkeiten, Behinderungen oder ihres Alters.

Der Baumkuchen – die Visitenkarte Litauens

Der Baumkuchen ist der Stolz der litauischen Festtafel. 2015 wurde anlässlich des Backens eines rekordverdächtigen Baukuchens im Dorf Jaskonys das erste und weltweit einzige Baumkuchenmuseum eröffnet. In ihm wird der Baumkuchen aus dem Guinnessbuch der Rekorde ausgestellt: Er ist 3,72 m hoch und fast 86 kg schwer. Im Museum gibt es viele Werkzeuge zum Baumkuchenbacken und sogar Beispiele für traditionelle Baumkuchen aus anderen Ländern der Welt.

Im Dorf Jaskonys können Sie bei einem Bildungsprogramm mehr über die Geschichte dieses Backwerks erfahren und sogar an seinem Herstellungsprozess teilnehmen. Sie können selbst Teig auf die sich drehende Walze gießen, die Zacken des Baumkuchens formen und unterschiedlichen Baumkuchensorten verkosten. Im Museum werden auch die Bildungsprogramme „Weg der Milch“ und „Feinheiten der Zubereitung litauischer Gerichte“ veranstaltet.

Vertreiben wir in Plateliai den Winter vom Hof

Im Nationalpark Žemaitija gibt es viele Objekte des Natur- und Kulturerbes, Rad- und Fußwege sowie Bildungsveranstaltungen. Plateliai – eine der schönsten und historisch berühmtesten Kleinstädte Niederlitauens – liegt am Westufer des Sees Plateliai. In dieser Kleinstadt wird eines der größten Feste mit den ältesten Traditionen gefeiert – der Fasching, der ohne Verkleidete und den von ihnen verursachten Trubel nicht vorstellbar wäre.

Das wichtigste bei diesem Fest sind die Masken. Die traditionellen Masken des Landkreises Plateliai wurden meist aus Holz geschnitzt oder aus natürlichem Pelz gefertigt, bemalt, mit Hörnern von Schafen oder Ziegen, Pferdeschweifen oder Pferdemähnen sowie Pelzstücken geschmückt. Wenn Sie sich für charakteristische Personen interessieren, die die Masken beim Faschingsfest verkörpern, können Sie die Faschingsausstellung im Pferdestall des Gutshofs Plateliai besuchen. In Niederlitauen gibt es mindestens zehn Meister, die aus Holz Faschingsmasken schnitzen und sie das ganze Jahr über zum Verkauf anbieten.