A. Aleksandravičius

Zeitgenössische Kunst

Wenn die Kunst die Welt verändert, bedeutet es, dass sie auch Litauen verändert. Und ganz besonders die moderne Kunst. Die Geschichte unserer modernen Kunst wurde begleitet von Aufschwüngen und dem goldenen Zeitalter, von lähmender Stille und mutigen Versuchen, gegen den Strom zu schwimmen. Die reizende Moderne der Zwischenkriegszeit, die düstere Realität der Sowjetzeit, die Meisterwerke der Tauwetterperiode sowie die kreativen, die moderne Welt reflektierenden Kunstblitze schaffen einen außergewöhnlichen Raum der Kunst, der nicht in Museen und Galerien endet. Die Kunst nimmt den Betrachter bei der Hand, bezieht ihn ein und lässt ihn die wunderbare Welt der Kultur kennenlernen.

Orte der Kunst

Das Museum für zeitgenössische Kunst in der Hauptstadt und einer Galerie im Wald. Werke aus einem abgeschiedenen Einzelgehöft, die in Galerien in New York und London ausgestellt werden. Konzeptuelle Räume und ganz besondere Orte, die die interessantesten Kunstgeschichten erzählen. Die neue Kunst ist außergewöhnlich divers. Genauso divers sind auch die Orte, an denen man diese Kunst betrachten kann. 

Ereignisse der zeitgenössischen Kunst

Kunst wird geschaffen, um ausgestellt zu werden. Die Fantasie des Schöpfers, seine Sichtweise, die Reflexion seiner Lebensweise, erzählte Geschichten, drastische Äußerungen oder revolutionäre Ideen sind das, wodurch die zeitgenössische Kunst Litauens atmet. Ihren Atem kann man besonders auf den großen Kunstveranstaltungen spüren, die Künstler und Kunstliebhaber gleichermaßen einbeziehen. Die Kunstgemeinschaft ohne Grenzen wird heute am meisten von Kaunas, der Kulturhauptstadt Europas 2022, zusammengehalten. 

Straßenkunst

Es ist schwer, das Konzept der Straßenkunst zu definieren – so divers ist sie. Die Künstler reagieren auf die moderne Welt, übertragen ihre Ideen über öffentliche Räume, experimentieren, veranstalten Performances, Provokationen, Manifeste und verändern natürlich das Gesicht der Städte. Die sozial aktive Straßenkunst ist in Litauen vor relativ kurzer Zeit entstanden – in der Mitte des letzten Jahrzehnts des 20. Jahrhunderts. Vielleicht erstaunen uns deshalb die beeindruckenden Werke auf den Straßen noch immer. Besonders jene, die nach der Nacht bei ungewöhnlichen Festivals wie „Vilnius Street Art“, „Nykoka“ in Kaunas, „Edit Klaipėda“ und „Malonny“ in Marijampolė entstehen. Möchten Sie vielleicht alle Werke der Straßenkunst zählen? Schnappen Sie sich einen Plan und auf geht‘s.

Skulpturen

Die Skulptur ist die Poesie der Geometrie. Verknüpft in Linien, Formen und Gefühlen. Unsterbliche Werke, die eine Nachricht in die Ewigkeit schicken. Wir werden niemals erfahren, wer die Zeichen in die heidnischen Steine Litauens gemeißelt hat. Wir werden uns wundern, wer den Bäumen die Wörter gab. Wir sind machtlos im Angesicht der Schönheit der Barockskulpturen, schwärmen für moderne Winkel, die das Sichtfeld erweitern. Die Künstler Litauens verleihen der Materie eine Seele. Dann beginnt die Geometrie zu sprechen und die Skulpturen leben gemeinsam mit uns. Und wir unter ihnen.