L. Juškauskaitė

Suvalkija. Speisen

Der Tisch der Suvalken war immer gut gedeckt. Auch wenn sie oft als Geizhälse bezeichnet werden, so finden sich für einen Gast immer eine weiße Tischdecke und diverse Köstlichkeiten. Zu allererst kommt der hausgemachte „Skilandis“ auf den Tisch. Diese nach einem altertümlichen, von Generation zu Generation weitergegebenen Rezept hergestellte und lange in kaltem Rauch geräucherte Presswurst schmeckt am besten zu ofenfrischem Schwarzbrot. Sogar eine Kartoffel kann für die Hausfrauen der Suvalkija zur Inspirationsquelle werden: Sie kochen große Klöße aus geriebenen Kartoffeln, füllen Sie mit Quark, Fleisch oder Pilzen, bereiten diverse Teigtaschen und Pfannkuchen zu, die besonders die Kinder gern mit zerlassener Butter und Sahnesauce verspeisen. Der Tisch der Suvalken zur Kartoffelernte ist ohne den Kartoffelkugel oder „Vedarai“ – mit geriebenen Kartoffeln gefüllter Schweinedarm – nicht vorstellbar. Klingt ungewöhnlich, oder? Es lohnt sich jedoch, den Geschmack zu erfahren und später allen zu erzählen, wie mutig man war.