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Das Museum des Kalten Krieges befindet sich in einer alten Raketenbasis der ehemaligen Sowjetunion und zeigt die erschreckende Realität einer Ära, die von der unmittelbaren Gefahr eines Atomkriegs überschattet war.
Das Museum des Kalten Krieges befindet sich in einer alten Raketenbasis der ehemaligen Sowjetunion und zeigt die erschreckende Realität einer Ära, die von der unmittelbaren Gefahr eines Atomkriegs überschattet war. Zwischen 1963 und 1978 beherbergte diese Festung vier SS-4-Mittelstreckenraketen, die jeweils mit thermonuklearen 2-Megatonnen-Sprengköpfen bestückt waren und einen bedeutenden Teil des auf Europa gerichteten Atomwaffenarsenals darstellten. Hier werden Sie unmittelbar in ein vergangenes Zeitalter hineingezogen. Besonders, wenn Sie sich durch das restaurierte Sicherheitssystem und die Korridore navigieren, die einst mit Raketentreibstoffrohren ausgekleidet waren, oder aber die Kontrollräume erkunden, in denen ein Knopfdruck die Geschichte für immer hätte verändern können. Ein Gang durch die Raketentechnologiehalle zeigt die Konstruktion der SS-4-Raketen, während in einer nahe gelegenen Halle die Rüstungsausstellung untergebracht ist, die das Innenleben des Startkomplexes zeigt. Neben den kriegerischen Machenschaften geht es in der Ausstellung aber auch um die menschliche Seite des Kalten Krieges. Inmitten der Maschinerie und der drastischen Erinnerung an die nukleare Bedrohung werden Exponate mit politischer Propaganda gezeigt, die untrennbar mit dem Wettrüsten verbunden waren.

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