A. Pališkis / „Atrask Raseinius“

Marienerscheinungsort Šiluva

Fragen Sie Litauer nach Šiluva, so würde jeder das Örtchen als einen der bedeutendsten litauischen Wallfahrtsorte bezeichnen. Wussten Sie aber, dass hier die Heilige Jungfrau Maria zum ersten Mal in Europa erschien?

Šiluva ist wahrhaftig ein Ort, in dem jeder seinen inneren Frieden findet. Hier erleben Sie auch eine jahrhundertealte Pilgertradition, die Ausdruck in einem beeindruckenden Sakralbau findet. Die Basilika Mariä Geburt (lt. Švč. Mergelės Marijos Gimimo bazilika) – eine im 18. Jahrhundert erbaute rote Backsteinkirche, die zu den letzten, einheitlichen sakralen Baudenkmälern des Spätbarock gehört. Ihr Innenraum ist seit mehr als 200 Jahre unverändert erhalten geblieben.

Zu den beliebten Pilgerzielen zählen auch das wundertätige Bild der „Heiligen Jungfrau Maria mit Kind“ sowie die Erscheinungskapelle. In ihr befindet sich ein Altar, errichtet auf dem Stein, auf dem im Jahr 1608 die Jungfrau Maria erschienen. Die beeindruckende 44 Meter hohe Kapelle wurde durch den Architekten Antoni Wiwulski (Antanas Vivulskis) entworfen, der auch das Denkmal der „Drei Kreuze“ in Vilnius schuf. Ein besonderes Fest ist der größte Ablass zu Mariä Geburt (Šilinė) in Litauen, das alljährlich vom 7. bis 15. September gefeiert wird.